Luzerner Freisinnige wollen freie Ladenöffnungszeiten

Die FDP des Kantons Luzern will das Ladenschlussgesetz abschaffen. Die Delegierten unterstützen mit 145 zu 45 Stimmen eine entsprechende Initiative ihrer Jungpartei. Trotzdem gibt es innerhalb der FDP auch kritische Stimmen.

Eine Apothe mit Kunden, die warten.

Bildlegende: Die Luzerner FDP unterstützt die Jungpartei in ihrem Anliegen, dass die Läden länger offen haben können. Keystone

Die DV der FDP in Schenkon.

Bildlegende: Die FDP-Delegierten des Kantons Luzern sprechen sich mit 145 zu 45 Stimmen für freie Ladenöffnungszeiten aus. SRF

Das Luzerner Volk musste erst im vergangenen Sommer an der Urne zum Ladenschluss Stellung nehmen und sagte Nein zu einer Liberalisierung. Entsprechend wird die Initiative der Jungfreisinnigen, die das Ladenschlussgesetz abschaffen will, sogar innerhalb der FDP als Zwängerei angeschaut.

Die Delegierten trafen sich am Dienstagabend in Schenkon zur Parolenfassung.  «Man hat die Bodenhaftung verloren und nimmt das Luzerner Stimmvolk nicht ernst», sagt der FDP-Delegierte Bruno Richli zur Tatsache, dass erneut über die Ladenöffnungszeiten abgestimmt werden muss. 

Die Initiative zur Abschaffung des Ladenschlussgesetzes im Kanton Luzern wurde von den Jungfreisinnigen lanciert. Der Co-Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, der Luzerner Maurus Zeier meint, dass der Kanton Luzern das strengste Ladenschlussgesetz in der Zentralschweiz habe. Das Gesetz sei unnötig und unfair. «Verkaufsgeschäfte sollen schliessen können wann sie wollen und nicht weil sie müssen», sagte Zeier. 

Trotz Bedenken vor allem seitens der Detaillisten befürworteten die FDP-Delegierten die Initiave zur Abschaffung des Ladenschlussgesetzes deutlich mit 145 zu 45 Stimmen. Die Abstimmung im Kanton Luzern ist am 9. Juni.