Luzerner Gemeinden wollen zusammenspannen

In der Region Luzern nehmen die vier Agglomerationsgemeinden Ebikon, Emmen, Horw und Kriens und die Stadt Luzern einen neuen Anlauf für eine engere Zusammenarbeit. Sie wollen so mehr Gewicht gegenüber von Bund und Kanton erlangen und ihre Verwaltungen effizienter gestalten.

Blick auf Stadt und Agglomeration Luzern.

Bildlegende: Die Region Luzern will wieder enger zusammenarbeiten. Dani Helfenstein/ZVG

Im Frühling 2012 hatten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Kriens, Ebikon, Adligenswil und Emmen eine Fusion mit Luzern abgelehnt. Nach dem Scheitern dieses Projekts, welches unter dem Begriff «Starke Stadtregion» lanciert worden war, hatten die Vertreter der Gemeinden angekündigt, dass an der engeren Zusammenarbeit künftig kein Weg vorbei führe.

Mit dem Projekt «K5» wollen die Gemeindevertreter die Region nun wettbewerbsfähiger und den Lebensraum attraktiver machen. Konkret planen der Stadtrat und die Gmeinderäte in den Bereichen Wirtschaft, Verkehr, Finanzen, Sport und im Sozialwesen eine engere Zusammenarbeit.

Das Projekt soll innerhalb der bestehenden Verwaltungen realisiert werden und bis zu 100'000 Franken kosten. Finanziert wird es durch Beiträge vom Kanton und dem Gemeindeverband Luzern Plus wie auch von Pro-Kopf-Beiträgen aus den Gemeinden. Erster Vorsitzender bei K5 ist der Horwer Gemeindepräsident Markus Hool. Beim Fusionsprojekt vor drei Jahren war Horw schon früh abgesprungen.

Gemeinsames Standortmarketing

Geplant sind etwa ein gemeinsames Standortmarketing oder eine bessere Koordination bei der Ansiedlung von Unternehmen. Im Bereich Sport prüft man den Bau einer gemeinsamen Saalsporthalle. Daneben soll der Betrieb des regionalen Eiszentrums langfristig gesichert werden.Im Sozialwesen ist ein einheitliches Beratungsangebot für Familien vorgesehen, und auch in Finanzfragen wollen die Gemeinden mit einer gemeinsamen Haltung auftreten.

Ein gemeinsamer Auftritt und mehr Zusammenarbeit seien der richtige Schritt, gibt die ehemalige Krienser Gemeindepräsidentin und Fusions-Promotorin Helene Meyer-Jenni «K5» gute Noten. «Allerdings hat eine Zusammenarbeit klare Grenzen.» Diese müsse man nun ausloten. In ein paar Jahren werde sich zeigen, ob eine neue Fusionsdiskussion politisch allenfalls wieder auf grössere Akzeptanz stosse.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr.