«Luzerner Gymnasien müssen konkurrenzfähig bleiben»

«Gute Lehrerinnen und Lehrer sind das Zentrum einer guten Schule», sagt Gabrielle von Büren, Direktorin der Kantonsschule Alpenquai in Luzern: «Deshalb braucht es auch gute Arbeitsbedingungen.» Sie selber tritt nach 13 Jahren von ihrem Amt zurück und will Neues anpacken.

Eine Frau mit farbigem Schal im Radiostudio.

Bildlegende: Gabrielle von Büren tritt nach 13 Jahren als Direktorin der Kantonsschule Alpenquai zurück. srf

Die Juristin und Apothekerin Gabrielle von Büren-von Moos wurde 2001 als Direktorin der Kantonsschule (KSL) Alpenquai gewählt. Sie gehört mit über 1700 Schülerinnen und Schülern und mehr als 200 Lehrpersonen zu den grössten Gymnasien der Deutschschweiz.

In den 13 Jahren, seit denen Gabrielle von Büren Direktorin der KSL ist, habe sich die Art und Weise des Unterrichts weiterentwickelt. Auch die Eltern engagierten sich mehr und auf andere Weise als früher: «Es ist vielen Eltern wichtig, dass ihre Kinder die Matura machen; deshalb wird auch eher ein Rekurs gegen einen unliebsamen Entscheid eingereicht.»

«Frustrationstoleranz nötig»

Ihr Rücktritt erfolge nicht aus Frust, sagt Gabrielle von Büren im Gespräch mit dem Regionaljournal von Radio SRF: «Aber es braucht schon eine gewisse Frustrationstoleranz; die verschiedenen Bedürfnisse und die Erwartungen an die Bildung und damit an die Schulen sind sehr unterschiedlich.»

Auch die finanziellen Rahmenbedingungen könnte man sich anders vorstellen: «Bei allen Sparbemühungen ist es wichtig, dass der Kanton Luzern für konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen bei den Gymnasien sorgt», sagt Gabrielle von Büren.

Ihr Amt legt die Direktorin auf Ende des 1. Semesters 2014/15 nieder. Sie wolle Neues in Angriff nehmen: «Konkrete Pläne habe ich aber noch nicht.»

Das Bildungs- und Kulturdepartement will die Stelle nach einer Evaluation der künftigen Organisation der Schule ausschreiben und neu besetzen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr