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Luzerner Kulturhaus Südpol Eklat: Vorstand tritt geschlossen zurück

  • Der Vorstand des Vereins Südpol Luzern tritt geschlossen zurück. Die Grundlage für eine Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsleitung und Mitarbeitenden sei nicht mehr gegeben.
  • Kritisiert wird, dass für die Zukunft zu wenig über die bestehenden Strukturen hinausgedacht werde.
  • Mit dem geschlossenen Rücktritt will der Vorstand den Weg für eine neue Führung frei machen.

Der «Südpol Luzern» an der Arsenalstrasse in Kriens erhält als Haus der freien Kulturszene eine Million Franken pro Jahr von der Stadt Luzern. Im Südpol finden Konzerte, Clubnächte sowie Tanz- und Theaterveranstaltungen statt.

Es wäre für die künftige Ausrichtung des Hauses wichtig gewesen, dass zwischen der Geschäftsleitung und dem Vereinsvorstand eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bestehe. Dies sei nicht mehr möglich gewesen, sagt die Vize-Präsidentin Sabrina Huber: «Es waren vor allem Themen, welche unter anderem die Ausrichtung des Hauses und die Finanzierung betrafen.» Einen Konsens zu finden, sei aber nicht möglich gewesen.

Betrieb Aufrecht erhalten

Bei der Geschäftsleitung des Südpols heisst es auf Anfrage, man äussere sich nicht zu den Vorwürfen. Sie seien vom Rücktritt des Vorstandes auch überrascht worden. Jetzt gehe es darum, die Arbeitsplätze zu sichern und den Betrieb aufrecht zu halten.

Ebenfalls überrascht zeigt man sich bei der Stadt Luzern, wie die Chefin Kultur und Sport, Rosie Bitterli sagt. Gerade weil es auch um viel Geld gehe: «Der Beitrag an den Südpol ist zum Beispiel wesentlich grösser als jener, den wir ans Kleintheater Luzern bezahlen.»

Neue Ausschreibung möglich

Ende Jahr läuft zudem die Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt Luzern und dem Südpol aus. Hier habe man mit dem Vorstand bereits erste Gespräche geführt für eine neue Vereinbarung, sagt Rosie Bitterli. Und da fehle jetzt natürlich mit dem Rücktritt des Vorstandes der Ansprechpartner.

Darum warte man ab, was an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 5. Juli passiere. Aber: «Wir könnten uns auch vorstellen, dass wir den Auftrag neu ausschreiben», sagt die Kulturchefin. Würde heissen: Neue Ideen und Konzepte könnten im Südpol zum Zug kommen - allenfalls auch von einem neuen Betreiber.

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