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Zentralschweiz Luzerner Lehrer wollen sich gegen Sparpläne der Regierung wehren

Am Lehrerinnen- und Lehrertag in Sursee wird viel Kritik an den millionenschweren Sparmassnahmen laut. Der Verband will gegen die geplanten Einschnitte Widerstand mobilisieren. Erstmals spricht der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss zum Sparen - er äussert sich kritisch zur Luzerner Finanzpolitik.

Bildungsdirektor Reto Wyss am Rednerpult.
Legende: Reto Wyss am Lehrerinnen- und Lehrertag: «Luzern braucht eine Finanzstrategie, die den Namen verdient.» SRF/Miriam Eisner

Viele der rund 1000 Lehrerinnen und Lehrer am traditionellen Treffen ihres Verbands in Sursee sind sich einig: «Die Stimmung unter den Lehrpersonen ist schlecht, denn die geplanten Einschnitte sind massiv».

Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband LLV wehrt sich vehement gegen die Sparmassnahmen im Budget 2016 und im Finanzplan für die folgenden Jahre. Die Bildung soll dabei rund 68 Millionen an das Sparpaket beisteuern.

Gemeinsam mit anderen Organisationen will der LLV Widerstand aufbauen - mit Kundgebungen, aber auch mit einer neuen Initiative. Diese soll die heutigen Bildungsstandards sichern.

«Luzern braucht eine Finanzstrategie, die den Namen verdient»

Als Gast äussert sich auch der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss erstmals öffentlich zu den Sparmassnahmen. Er verteidigt dabei gegenüber den Lehrern die Notwendigkeit zu sparen. In der Bildung habe man die Finanzen grundsätzlich im Griff, aber dem Kanton fehle nach den Steuersenkungen das Geld für alle Wünsche: «Es ist nicht leicht, die Balance zu finden zwischen der persönlichen Überzeugung, dass man in die Bildung investieren soll und der grossen Summe, die uns dazu nicht zur Verfügung steht.»

Dabei übt der Bildungsdirektor auch grundsätzliche Kritik an der Finanzpolitik des Kantons: «Wir müssen weg von der Excel-basierten Buchhaltermentalität», so Reto Wyss, «Luzern braucht eine Finanzstrategie, die den Namen verdient.»

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Fäuber (Adi Fäuber)
    ... mit Excelbuchhaltung dürfte Herr Schwerzmann gemeint sein, oder? Er hat bis heute nicht gemerkt, dass seine Finanzpolitik auch eine sozialpolitische Grundsatzfrage auslöst. Vielleicht muss man einigen Leuten wieder einmal erklären, dass wir eine Soziale-Marktwirschaft und nicht ein kapitalistisches System haben. Bildung ist für die Wirtschaft nicht gegen sie.
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  • Kommentar von Dany Burkhardt (buda)
    Die Bildung ist der Grundpfeiler für ein Land ohne Rohstoffe und ohne grosse Industrien wie z.B. Autofabriken...wir haben hochqualifizierte Menschen in der Schweiz durch unser Bildungssystem...wenn wir dies zerstören, dann haben wir nichts mehr ausser Arbeitslosen und Politikern deren Gehälter niemand mehr bezahlen kann...
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