Luzerner Määs: Wie entstehen die Preise von Bahnen und Magenbrot?

Vom 3. bis 18. Oktober gibt es in Luzern wieder Magenbrot, Zuckerwatte und Achterbahnen. Die Erfahrung zeigt: Ein Spaziergang zwischen Inseli und KKL geht ins Geld.

Ein Blick zum Riesenrad und dem Karrussell beim KKL Luzern.

Bildlegende: Die Määs gastiert jedes Jahr zwischen KKL und Inseli. Stadt Luzern

Die Preise an Marktständen und Achterbahnen sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Einer davon ist die Standmiete. Für ein Standard-Häuschen auf dem Inseli zahlt ein Betreiber 500 Franken, eine Achterbahn kostet je nach Grösse zwischen 2'000 und 6'000 Franken.

Dazu kommen noch Kosten für Strom, Werbung und Sicherheit. Laut Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen bewegen sich diese Preise im schweizweiten Vergleich im Mittelfeld.

«Die verschiedenen Messen lassen sich aufgrund der Lage, der Zeitdauer und der Besucherzahl schlecht vergleichen. Uns sind aber keine Klagen bezüglich Standmieten bekannt.»

Paul Läuppi, der Sekretär des Schweizer Schaustellerverbands sagt, die Bahnbetreiber befänden sich in einem Clinch: «Wir sind mit unseren Preisen an einer Grenze angelangt. Würden sie noch mehr steigen, hätten wir wohl weniger Publikum. Der Blick auf die Ausgabenseite zeigt aber, dass wir die Preise für einen respektablen Gewinn eigentlich höher ansetzen müssten.»

Extreme Bahnen führen zu extremen Preisen

Einer der Bahnbetreiber ist Eugen Zanolla, der dieses Jahr einen Auto-Scooter und eine Rutschbahn betreibt. Für ihn ist klar, dass auch die Määs-Besucher einen Teil der Verantwortung für die Preise tragen: «Das Publikum will immer extremere Bahnen. Diese haben Anschaffungspreise in Millionenhöhe. Durch diese Anschaffungskosten steigen natürlich auch die Kosten für die Ticketpreise.»