Luzerner Metro bleibt auf Abstellgleis

Im Luzerner Kantonsrat hat am Montag das Luzerner Metro-Projekt nur wenig Unterstützung erhalten. Die Bahn liege quer in der Landschaft und schaffe mehr Probleme als sie löse, befand eine Mehrheit. Die Metro solle Touristen und Pendler von einem Parkhaus in Ibach in die Stadt führen.

Die Mehrheit im Luzerner Parlament hält wenig von der Idee einer Metro in Luzern.

Bildlegende: Die Mehrheit im Luzerner Parlament hält wenig von der Idee einer Metro in Luzern. zvg

Die Debatte ausgelöst hatte Ruedi Burkard (FDP) mit einer Anfrage an den Regierungsrat. Dieser zeigt sich in seiner Antwort skeptisch gegenüber der Metro. Sie leiste kaum einen Beitrag «zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Innenstadt», erklärte der Regierungsrat. Dieser bevorzugt das Projekt eines Parkhauses im Musegghügel in der Stadt Luzern.

Ruedi Burkard kritisierte den Regierungsrat für dessen Einschätzung. Er «schrecke potentielle Investoren ab», wenn er einem innovativen Projekt keine Chance gebe.

Viel Kritik an Metro-Projekt

Die Mehrheit im Luzerner Kantonsparlament hingegen konnte der Metrolinie nicht viel abgewinnen.

Sie sei nicht «im System des öffentlichen Verkehrs eingebunden», sagte der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth (CVP). Die Grüne Monique Frey fragte sich, wie lange der «Hype um asiatische Touristen, die am Schwanenplatz Uhren kaufen», noch anhalte.