Luzerner Regierung verzichtet auf Sicherheitszentrum Sempach

Die Planung für den Neubau des Sicherheitszentrums für Polizei und Zivilschutz in Sempach wurde schon 2008 begonnen. Nun hat die Regierung entschieden, das Projekt abzubrechen. Um die Raumprobleme der Verkehrspolizei zu lösen, soll am Standort Sprengi in Emmenbrücke mehr Platz geschaffen werden.

Gebäude der Verkehrsleitzentrale Schweiz in Emmen.

Bildlegende: Auf dem Gelände der Verkehrsleitzentrale Emmen sollen neue Räume für die Verkehrspolizei entstehen. Keystone

Die Planung für den Neu- und Ausbau des Sicherheitszentrums in Sempach wurde schon 2011 vom Kantonsrat sistiert. Nun hat die Luzerner Regierung entschieden, das Projekt abzubrechen, wie sie am Donnerstag mitgeteilt hat. Die finanziellen Mittel für die kommenden Jahre liessen eine Realisierung des Projektes nicht zu.

Machbarkeitsstudie für den Standort Sprengi Emmenbrücke

Mehr Platz für die Polizei soll dafür am Standort Sprengi in Emmenbrücke geschaffen werden. Eine Machbarkeitsstudie solle das Potenzial des Areals in der Nähe des Autobahnanschlusses Emmen Nord aufzeigen, schreibt der Regierungsrat.

Am Standort Sprengi arbeiten heute rund 80 Mitarbeiter der Polizei. Teilweise sind sie aus Platzgründen in Containern untergebracht.

Der Kanton besitzt nebenan zwei unbebaute Parzellen, auf denen gemäss Regierung Büros und eine Lagerhalle errichtet werden könnten. Als Sofortmassnahme will die Regierung einen Teil der Polizeimitarbeiter aus den Containern ausquartieren und in zugemieteten Büros auf dem Sprengi-Areal unterbringen.

Am Standort Sempach waren 200 Arbeitsplätze geplant

2008 gab die Luzerner Regierung Pläne bekannt, auf dem Areal für bis zu 35 Millionen Franken ein neues Sicherheitszentrum mit rund 200 Arbeitsplätzen erstellen zu wollen. Es sollte neben der Bereitschafts- und Verkehrspolizei den Zivilschutz sowie ein zweites Rechenzentrum des Kantons umfassen. 2010 fand ein Architekturwettbewerb statt.