Luzerner Regierung will Flugplatz Beromünster nicht ausbauen

Obwohl die städtische Immobilienabteilung 2012 das Baugesuch unterzeichnete, lehnt die Luzerner Stadtregierung nun den geplanten Ausbau des Flugplatzes Beromünster ab. Mehr Fluglärm und der Bau einer Betonpiste würden den Umweltzielen der Stadt widersprechen.

Ein Flugzeug bei der Landung auf dem Flugplatz Beromünster.

Bildlegende: Die Luzerner Stadtregierung will den Flugplatz Beromünster nicht ausbauen. Keystone

Die Luzerner Stadtregierung nahm im Stadtparlament Stellung zum geplanten Ausbau. Anlass war eine dringliche Interpellation der Grünen. Nach vertiefter inhaltlicher Auseinandersetzung mit dem Projekt und nachdem die Standortgemeinde Beromünster eine ausführlich begründete nachvollziehbare Einsprache erhoben habe, lehne der Stadtrat den Ausbau nun ab.

Der Stadtrat sei Rundflügen gegenüber grundsätzlich kritisch eingestellt, da nur Einzelne profitierten, eine Vielzahl von Menschen aber den Lärm zu ertragen hätten. Zudem habe die geplante Versiegelung der Gras- mit einer Betonpiste negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die ökologische Vernetzung und das Landschaftsbild.

Im Sommer 2012 unterzeichneten die Immobilienabteilungen des Kantons und der Stadt das Baugesuch für eine Asphaltpiste. Es habe damals keine Einwände gegeben, schreibt die Stadtregierung.

Der Flugplatz Luzern-Beromünster besteht seit 1960. Am Flugplatz befinden sich eine Motorflugschule, eine Charterfirma und ein Helikopterunternehmen. Daneben dient er privaten Segel- und Motorfliegern sowie Fallschirmspringern als Basis.