Luzerner Regionalverbände bangen - Kanton stutzt Beiträge

Die Luzerner Regierung richtet die Entwicklungspolitik für die Regionen neu aus. Insbesondere soll ein breiterer ländlicher Raum von Projekten profitieren können. Dagegen werden die Gelder für zwei Regionalplanungsverbände drastisch gekürzt. Das weckt Widerstand.

Hochdorf mit Baldeggersee.

Bildlegende: Ins Luzerner Seetal - hier Hochdorf - fliesst künftig weniger Geld vom Kanton. zvg

Mit der Regionalpolitik will der Regierungsrat die Agglomeration, die ländlichen Gebiete und die Berggebiete stärken und sie als Standorte attraktiver machen. Im Planungsbericht zeigt der Regierungsrat, in welchen Bereichen der Kanton künftig entsprechende Projekte mitfinanziert.

Die beiden Regionalplanungsverbände Region Luzern West und Idee Seetal müssen drastische Kürzungen hinnehmen. Statt jährlich 370'000 Franken soll es künftig noch 100'000 geben. Das sei existenzbedrohend, sagt Guido Roos, Geschäftsführer der Region Luzern West.

Die Umlagerungen seien aber im Sinne der Gleichbehandlung aller Regionen zwingend, sagt demgegenüber der zuständige Regierungsrat Robert Küng. Zudem erhielten die Region Luzern West und die Idee Seetal Überbrückungshilfe.

Geld investiert werden soll unter anderem in überkommunale Zusammenarbeitsprojekte, in die Siedlungs-, Verkehrs- und Landschaftsentwicklung im urbanen Raum, in die Förderung von Regionalzentren und Ortskernen im ländlichen Raum, in wirtschaftliche Innovationen, in die Erhöhung der regionalen Exportleistung, in Attraktivitätssteigerungen des ländlichen Raums und in touristische Angebote.

Für die Unterstützung von Projekten stehen von 2016 bis 2019 total rund 21 Millionen Franken zur Verfügung, 9,5 Millionen davon stammen vom Bund.