Luzerner Spitzenschwinger Martin Koch beendet seine Karriere

Der Schlierbacher Martin Koch tritt vom aktiven Schwingsport zurück. Der 53-fache Kranzschwinger sieht seinen Rücktritt nicht im Zusammenhang mit der sportlichen Enttäuschung am Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf.

Martin Koch (unten) legt Kilian Wenger (oben) am Eidgenössichen in Burgdorf aufs Kreuz.

Bildlegende: Martin Koch beendet seine Karriere am 22. September. Keystone

Martin Koch war die tragische Figur in Burgdorf. Er schlug den damals amtierenden König Kilian Wenger und bot der starken Berner Fraktion die Stirn. Trotzdem reiste Martin Koch nach dem Fest ohne Kranz nach Schlierbach zurück. Nun beendet der 29-Jährige seine Karriere. «Die Ereignisse in Burgdorf waren nicht ausschlaggebend für meinen Rücktritt. Die Entscheidung stand schon vor der Saison fest», bestätigt Martin Koch einen Bericht der Surseer Woche.

Schwinger Martin Koch mit Kranz auf dem Kopf.

Bildlegende: Martin Koch wird will sich künftig für seinen Schwingclub Surental einsetzen. zvg

Mit zwei Eidgenössischen Kränzen und einem Sieg am Luzerner Kantonalen Schwingfest verabschiedet sich der erfolgreiche Luzerner Schwinger. Für den Innerschweizer Schwingerverband (ISV) wird Martin Koch nach seinem Rücktritt kaum aktiv werden. «Ich bin nicht der Verbands-Typ. Lieber werde ich mich für die jungen Schwinger im Club nützlich machen.»

Bevor Martin Koch die Jugendarbeit in Angriff nimmt, steigt er noch ein letztes Mal in den Sägemehlring. Dies am Schachenschwingen vom 22. September.