Luzerner Staatsanwaltschaft verlangt mehr Personal

Der Kampf gegen Wirtschaftskriminelle erfordere bei der Luzerner Staatsanwaltschaft zusätzliches Personal. Dieses müsse in einer speziellen Abteilung zusammengefasst werden. Die Behörde begründet ihre Forderung mit der steigenden Anzahl an Wirtschaftsdelikten.

Der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri verlangt mehr Ressourcen.

Bildlegende: Der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri verlangt mehr Ressourcen. Keystone

Es gebe bei den Wirtschaftsdelikten einen klaren Trend nach oben, sagte Oberstaatsanwalt Daniel Burri am Montag. Zahlreiche Fälle könnten mangels Ressourcen nicht bearbeitet werden.

Die Untersuchungen der Wirtschaftsdelikte erforderten wegen der neuen schweizerischen Strafprozessordnung viel mehr Zeit als früher. So seien etwa die Rechte der Verfahrensbeteiligten ausgebaut worden.

An den fallführenden Staatsanwalt würden hohe Ansprüche gestellt, sagte Burri. Zudem seien neue Sachverhalte unter Strafe gestellt worden, und es gebe mehr internationale Fälle.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern hat 2014 rund 49'000 Fälle behandelt, 4 Prozent mehr als 2013. 55 Prozent der Fälle betrafen Verletzungen des Strassenverkehrsgesetzes.

In den einzelnen Deliktsgruppen gab es im Vergleich zu den Vorjahren zwar Schwankungen, diese sind gemäss Burri aber wenig aussagekräftig. Die Zahlen liessen deshalb nicht auf einen Trend schliessen.