Luzerner Stadtrat: «Wir wollen die Zahl der Autos reduzieren»

Die Luzerner Stadtregierung will den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr fördern und die Infrastruktur dazu ausbauen. Dies soll zu weniger Staus und Unfällen führen.

Eine Luftaufnahme vom Bahnhofplatz in Luzern, auf den Strassen hat es viele Autos.

Bildlegende: Das Zentrum der Stadt Luzern soll vom Verkehr entlastet werden. Keystone

Die Schlüsselprojekte zur Bewältigung der Verkehrsprobleme sind der geplante Tiefbahnhof und ein neues Autobahnteilstück an der Stadt Luzern vorbei (Bypass). Da beide Projekte frühestens 2035 umgesetzt werden könnten, schlägt die Stadtregierung in ihrem Bericht 100 kurz- und mittelfristige Massnahmen vor.

In den nächsten Jahrzehnten würden in der engen Stadt Luzern keine neuen Verkehrsflächen zur Verfügung stehen. «Deshalb müssen wir die Angebote im öffentlichen Verkehr, für die Velofahrer und die Fussgänger verbessern», so der Verkehrsdirektor, Adrian Borgula, gegenüber Radio SRF. Die Stadt soll vom motorisierten Durchgangsverkehr weitgehend befreit werden, «wir wollen die Leute nicht umerziehen, aber mit den verbesserten Angeboten aufzeigen, dass es zuverlässige Alternativen zum Auto gibt», so Borgula weiter.

Die Zahl der Autos in der Stadt soll langfristig nicht mehr weiter zunehmen. Der Fussgängeranteil im Verkehr soll zudem steigen. Auch Velofahren soll attraktiver werden. Deshalb will der Stadtrat Lücken im Radwegnetz schliessen, Umfahrungen von grossen Strassenkreuzungen umsetzen und mehr Abstellplätze zur Verfügung stellen. Dem Stadtrat schwebt auch ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs vor.