Luzerner Stadtrat zieht Musegg-Parkhaus einer Metro vor

Um die Luzerner Innenstadt vom Verkehr zu entlasten, möchte der Stadtrat lieber das Projekt eines Parkhauses unter dem Musegghügel weiterbearbeiten anstatt das Projekt einer Luzerner Metro. Grund dafür sind wirtschaftliche und verkehrstechnische Überlegungen.

Visualisierung Einganz zum geplanten Parkhaus Musegg.

Bildlegende: Am Falkenplatz in der Luzerner Altstadt ist der Eingang zur unterirdischen Passage vorgesehen. PD / Visualisierung

Das Projekt privater Initianten sieht ein Parkhaus im Musegghügel für 670 Autos und mindestens 30 Reisecars vor. Vom Parkhaus gelangen Besucher zu Fuss über eine 100 Meter lange unterirdische Passage zum Falkenplatz in der Altstadt.

Der Stadtrat begrüsse die Realisierung des Projekts und wolle es bei der Weiterbearbeitung durch die Initianten unterstützen, teilte er am Donnerstag mit. Im Gegenzug will er 300 bis 600 Oberflächenparkplätze in der Innenstadt aufheben. Als weitere Bedingung soll das Carproblem am Schwanenplatz vollständig gelöst werden.

Aus Sicht der Stadtregierung hat das, ebenfalls von Privaten initiierte Metro-Projekt «gravierende Nachteile und Risiken». Dieses sieht im Gebiet Ibach/Reussegg zwei Parkhäuser für 2500 Autos und 80 Cars, sowie eine Metro von dort zum Schwanenplatz vor. Zudem seien die Kosten für das Metro-Projekt mit 400 Millionen mehr als doppelt so hoch.