Luzerner Tanzensemble mit düsterer Intensität

Unter dem Titel «snap, crackle, pop» zeigen zwei Gastchoreographen am Luzerner Theater modernen Tanz in Reinform. Der Abend ist im ersten Teil, in dem bedrängende Düsterkeit aufkommt, am stärksten.

Dunkle Gestalten vor hellem Hintergrund: Szene aus der Choreographie «Howl».

Bildlegende: Bedrohliche Intensität: Szene aus der Choreographie «Howl». zvg

Mit dem Stück «Howl» steigt der neuste Tanzabend des Luzerner Theaters stark ein. Der Choreograph Maurice Causey zeigt Bilder einer Gesellschaft in Aufruhr. Das Tanzensemble macht mit seiner Präzision und seiner Ausdrucksstärke die Bedrohlichkeit fast greifbar.

Etwas verspielter geht der zweite Gastchoreograph Georg Reischl seine Stücke an, was jedoch etwas auf Kosten der Intensität geht. Insbesondere seine zweite Choreographie, die die Strassen- und Clubkultur abbildet, wirkt vergleichsweise harmlos.

Der Gesamteindruck jedoch bleibt gut. Das Luzerner Tanzensemble beweist einmal mehr seine Vielfältigkeit im tänzerischen Ausdruck. In modernen Choreographien kommt dies speziell gut zum Tragen.