Luzerner Tourismuszone wird Fall fürs Bundesgericht

Das Luzerner Hotel Schweizerhof zieht die geplante Tourismuszone der neuen Bau- und Zonenordnung ans Bundesgericht weiter. Das höchste Gericht wird im November darüber entscheiden. Die Stadt Luzern will verhindern, dass Hotels in der Tourismuszone zu Wohnungen umgenutzt werden können.

Hotel Schweizerhof von aussen.

Bildlegende: Die Eigentümerfamilie Hauser wehrt sich gegen die Nutzungsvorgaben der Stadt Luzern. Keystone

Zur geplanten Tourismuszone gehören Hotels, die das Ortsbild prägen. Das Stadtluzerner Stimmvolk hat diese Zone zusammen mit der neuen Bau- und Zonenordnung im Jahr 2013 deutlich gutgeheissen. Luzern will mit der Tourismuszone verhindern, dass Hotels zu Wohnungen umgebaut und umgenutzt werden können. Die Familie Hauser, Eigentümerin des Hotels Schweizerhof, wehrt sich dagegen und zieht einen Entscheid des Luzerner Kantonsgerichts weiter ans Bundesgericht. Der Fall wird am 9. November behandelt. Patrick Hauser, Mitbesitzer des Hotels Schweizerhof, bestätigt einen Bericht von Radio Pilatus.

«Ungleichbehandlung»

Die geplante Tourismuszone in Luzern sei unfair: «Das ist eine Ungleichbehandlung von verschiedenen Playern im gleichen Markt», sagt Patrick Hauser gegenüber Radio SRF. Sie hätten keine Absicht, ihr Hotel umzunutzen, aber man wolle die Möglichkeiten für künftige Generationen offen halten.
Von der Tourismuszone sind mehrere Luzerner Hotels betroffen, unter anderem auch das Palace, das National oder das Hotel Seeburg.