Luzerner Uhrenbranche wenig besorgt über Freihandelsabkommen

Mit dem jüngst ausgehandelten Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China werden teure Schweizer Produkte wie Uhren in China günstiger. Nummer 1 im Uhrenhandel ist die Stadt Luzern. Hier befürchtet man trotzdem keine grossen Umsatzeinbrüche.

Asiatische Touristen vor Bucherer-Gebäude in Luzern

Bildlegende: Chinesische Touristen kaufen ihre Uhren trotz Freihandelsabkommen weiterhin in Luzern, glaubt die Branche. Keystone

Mit dem kürzlich ausgehandelten Freihandelsabkommen sollen die Zölle für Waren zwischen der Schweiz und China reduziert werden oder gar ganz wegfallen. Dadurch kann die Uhrenindustrie günstiger nach China exportieren.

Uhrenhändler geben sich gelassen

Von den hohen Zöllen auf Schweizer Uhren bisher profitiert hat die Stadt Luzern, wo am meisten Uhren gehandelt werden. Das Abkommen sei noch zu wenig konkret. Eine genaue Analyse der Folgen sei deshalb schwierig, erklärt Jörg Baumann, Marketingdirektor beim Luzerner Branchenprimus Bucherer. «Wir rechnen aber nicht damit, dass wir unsere Strategie ändern müssen.»

Auch beim Mitstreiter Gübelin gibt man sich gelassen. «Die chinesischen Touristen kaufen gern im Ursprungsland von Produkten ein, das Shopping gehört zur asiatischen Kultur», betont Sprecherin Anne Gorgerat. Die konkreten Auswirkungen würden sich aber erst in ein paar Jahren zeigen.