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Luzerner Unfallstatistik Die meisten Velofahrer sind keine Rowdys

Auch wenn ihr Ruf schlecht ist: Die Velofahrer sind bei Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern meist nicht schuld.

Zwei Velofahrer auf der Bahnhofstrasse in Luzern
Legende: Wenn Velofahrer etwas zustösst, handelt es sich in den meisten Fällen um einen Selbstunfall. SRF/Archivbild

Etwas mehr als hundert Unfälle mit Velofahrern registriert die Luzerner Polizei jedes Jahr. Diese Zahl hat der Stadtrat in der Antwort auf einen Vorstoss aus dem Parlament publiziert. Doch die ganz grosse Mehrheit dieser Unfälle sind nicht solche, bei denen ein unvorsichtiger Velofahrer andere gefährdet.

Ich denke, es wird manchmal auch Stimmung gemacht mit unverantwortlichen Velofahrern.
Autor: Adrian BorgulaLuzerner Stadtrat

Zum einen handelt es sich in knapp 30 Prozent der Fälle um Selbstunfälle. Und bei den restlichen sind die Velofahrer mehrheitlich unschuldig. Über zwei Drittel der Unfälle mit Velofahrern gehen auf die Kappe der anderen Verkehrsteilnehmer - also der Autofahrer oder Fussgänger. Für Stadtrat Adrian Borgula relativiert diese Statistik den Eindruck vieler Leute, dass sich Velofahrer überdurschnittlich oft nicht an die Verkehrsregeln halten: «Ich denke, es wird manchmal auch Stimmung gemacht mit unverantwortlichen Velofahrern. Darum bin ich froh um diese Fakten.»

Speziell interessant ist eine weitere Zahl der Statistik, besonders für die Fussgängerlobby, die sich oft lautstark gegen Velofahrer äussert. In nur gerade sechs Prozent der Unfälle mit Velofahrern sind nämlich Fussgänger involviert.

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