Luzerner Verein für die Interessen von Sexarbeiterinnen gegründet

Der Luzerner Verein für die Interessen der Sexarbeitenden (LISA) beginnt seine Arbeit mit der Beratung von Prostituierten auf dem Strassenstrich im Gebiet Ibach. LISA wurde von Personen aus der Sexualprävention und -pädagogik gegründet.

Portrait von Brigitte Snefstrup

Bildlegende: Birgitte Snefstrup vom Verein LISA SRF

Präsidentin ist die Stadtluzerner SP-Kantonsrätin Ylfete Fanaj, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. LISA versteht sich nach eigenen Angaben unter anderem als Sprachrohr und Interessenvertretung der Sexarbeitenden. Der Verein will sich für die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung einsetzen. Er ist Träger des Pilotprojekts «hotspot».

Für die Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten steht ein Container zur Verfügung, zu dem nur die Beraterinnen und Sexarbeiterinnen Zutritt haben. Ab Mitte Dezember sind zweimal wöchentlich während drei Stunden abends eine ehrenamtliche Beraterin und eine Dolmetscherin anwesend.

«Wir wollen die Frauen aufklären über ihre Sicherheit und auf was sie achten müssen, damit sie sich während der Arbeit nicht in Gefahr bringen. Wenn wir mit den Sexarbeiterinnen in Kontakt sind, haben wir auch einen besseren Überblick», so Birgitte Snefstrup, Projektleitern von «hotspot» und Fachfrau Sexarbeit, gegenüber dem Regionaljournal.

Das Projekt wird von Stadt und Kanton Luzern sowie vom Bundesamt für Gesundheit unterstützt. Die Kosten für die Vorarbeiten und die Investitionen betragen rund 50'000 Franken. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 140'000 Franken. Das Pilotprojekt wird voraussichtlich 18 Monate laufen.