Gutes Geschäftsjahr 2016 Luzerner Verkehrsbetriebe wachsen dank Zukauf

Die Luzerner Verkehrsbetriebe (vbl) haben im letzten Jahr 48,6 Millionen Fahrgäste gezählt. Das waren 5 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Der Anstieg geht vor allem auf den Zukauf des grössten Postauto-Unternehmens in der Region zurück.

Blauer Bus mit Anhänger hält an einer Haltestelle.

Bildlegende: Die Verkehrsbetriebe Luzern können in ihrem angestammten Netz kaum noch wachsen. SRF

Mit der Übernahme der Postautobetriebs Thepra in Stans legten sich die vbl in Nidwalden ein neues Standbein zu. Auf dem angestammten Netz wachsen die vbl kaum noch.

Unter dem Strich lohnte sich die Erweiterung des Geschäftsmodells: Der Umsatz kletterte um 5 Millionen auf 88,2 Millionen Franken, und der Konzerngewinn stieg von 1,1 Millionen auf 1,3 Millionen Franken, teilen die vbl mit.

Stagnierende Zahlen

Auf dem angestammten vbl-Netz nahmen die Frequenzen um ein halbes Prozent zu. Sie blieben im Vergleich zu den Vorjahren stabil. Für die Entwicklung verantwortlich macht das Unternehmen etwa Wettereinflüsse, die zunehmende Konkurrenz durch Velos und E-Bikes im Stadtraum, Verspätungen infolge fehlender Busspuren oder Verkehrsüberlastung.

Tellbus legte kräftig zu

Rückgrat für das Luzerner Verkehrsunternehmen ist unter anderem die Linie 1 zwischen dem Vorort Kriens und dem Quartier Maihof am anderen Ende der Stadt. Mit fast 10 Millionen Fahrgästen ist sie laut vbl die mit Abstand frequenzstärkste öV-Linie des Kantons, noch vor den S-Bahnen.

Eine Zunahme an Fahrgästen verzeichneten die vbl auf den Autobuslinien, insbesondere in den Stadtteil Littau und ins Rontal. Beim Tellbus, der Schnellbusverbindung von Altdorf nach Luzern, stiegen die Frequenzen im letzten Jahr um weitere gut 11 Prozent auf 182'000 Fahrgäste.

Billettlösen soll einfacher werden

Daneben kündigten die vbl an, weiter nach einfacheren Lösungen für den Billettkauf zu suchen. Der Zwang, vor einer Fahrt ein Billett lösen zu müssen, sei nach wie vor eine Hürde, die Gelegenheitskunden abschrecke. 2015 hatten die vbl eine Ticket-Anwendung für das Smartphone lanciert. Im letzten Jahr folgte das App-Projekt «Fairtiq».