Mahnwache zu den Luzerner «Zwangsferien»

Die Luzerner Gymnasien, Mittel- und Berufsschulen sind diese Woche geschlossen. Aus Spargründen hat die Regierung eine dritte Woche Herbstferien angeordnet. Lehrerinnen und Lehrer wollen mit einer Standaktion auf diese Massnahme aufmerksam machen.

Die Herbstferien sind diese Woche für Luzerner Schülerinnen und Schüler der Volkschule vorbei. Nicht allerdings für 20'000 Gymnasial-, Mittel- und Berufschülerinnen und -schüler. Sie haben eine zusätzliche Woche Ferien – eine Sparmassnahme des Kantons, die vier Millionen Franken einsparen soll.

Eine Schweizerkarte, der Kanton Luzern ist schwarz eingefärbt.

Bildlegende: Geografielehrer setzen ein Zeichen gegen die Sparmassnahmen. SRF/Nina Laky

Protest während regulärer Unterrichtszeit

Der Verband der Luzerner Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer und die Gewerkschaft des öffentlichen Personals VPOD haben eine Protestaktion organisiert: Betroffene stehen diese Woche während der regulären Unterrichtszeit vor dem Luzerner Theater und machen auf die «Zwangsferien» aufmerksam.

Die Sparmassnahme sei der unwürdige Höhepunkt in einer endlosen Liste von Sparmassnahmen an den Gymnasien, Hochschulen und Berufsschulen. Zudem sei die Konkurrenzfähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefährdet, heisst es bei den Betroffenen.

«  Die Kunst des Weglassens hat im Unterricht seine Grenzen. »

Lehrer

«  Ich habe viele Arbeitsaufträge für Zuhause. Für starke Schülerinnen und Schüler ist das nicht so schlimm – für Schwache schon. »

Schülerin

Während des Unterrichtsausfalls werden die Lehrerinnen und Lehrer nicht entlöhnt. Die Schülerinnen und Schüler erledigen den nötigen Stoff von Zuhause aus.