Verdacht auf Kindsmissbrauch Mann aus dem Kanton Nidwalden in den USA festgenommen

Die Nidwaldner Staatsanwaltschaft eröffnet ein Verfahren wegen Besitz von kinderpornografischem Material.

Bettlacken und Haargummi

Bildlegende: Ein mutmasslicher Besitzer von Kinderpornografie aus Nidwalden wurde in den USA verhaftet. Keystone

Ein deutscher Staatsangehöriger, der im Kanton Nidwalden lebt, ist in den USA festgenommen worden. Er soll geplant haben, dort ein Mädchen sexuell zu missbrauchen. Die Nidwaldner Behörden haben ein eigenes Verfahren wegen verbotener Pornografie eröffnet.


Oberstaatsanwalt Wolf zum Fall

0:33 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 28.07.2017

André Wolf, Oberstaatsanwalt des Kantons Nidwalden, bestätigte am Freitag einen Bericht von Radio Pilatus und Tele1. Die Nidwaldner Staatsanwaltschaft sei vom Bundesamt für Polizei (fedpol) über die Verhaftung und die Vorwürfe in Kenntnis gesetzt worden, sagte er auf Anfrage.

Verdecktem Ermittler in die Falle gegangen

Die Staatsanwaltschaft habe vom Bundesamt für Polizei Hinweise erhalten, dass der Mann in Nidwalden kinderpornografisches Material besitzen könnte, sagte Wolf.

Der Beschuldigte war gemäss Radio Pilatus und Tele1 in Orlando in Florida festgenommen worden. Gemäss einer Mitteilung der dortigen Justizbehörden hatte der Beschuldigte via Darknet für sadomasochistische Handlungen ein 13-jährige Mädchen bei dessen angeblichen Vater verpflichtet. Bei diesem handelte es sich aber um einen verdeckten Ermittler.