Marschhalt beim «Inseli» in Luzern

Nachdem der Kantonsrat am Montag den Projektierungskredit für die Salle Modulable abgelehnt hat, werden die Abstimmungen zum Neubau des Musiktheater-Hauses obsolet, findet der Stadtrat.

Carparkplätze zwischen einer Baumallee beim Inseli in Luzern.

Bildlegende: Das Inseli in Luzern bleibt vorerst so wie es ist. SRF/ Beat Vogt

Der Luzerner Stadtrat möchte nach dem Aus für das Salle-Modulable-Projekt die Zukunft des Inseli-Parks überdenken. Die Juso-Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» soll deswegen noch nicht dem Volk vorgelegt werden.

Der Stadtrat schlägt vor, die für den 27. November geplante Volksabstimmung nicht durchzuführen, wie er am Mittwoch mitteilte. Es war vorgesehen, dann die Stimmberechtigten zu Vorlagen im Zusammenhang mit der Salle Modulable zu befragen.

Der Kantonsrat hat am Montag einen kantonalen Anteil an den Kosten zur Projektierung des Musiktheaterhauses im Inseli-Park verweigert. Damit hat sich der Kanton aus dem Projekt verabschiedet. Auch wenn Private für den Kanton einspringen würden, würde die Stadt seitens der öffentlichen Hand alleine im Risiko stehen.

Der Stadtrat beantragt der parlamentarischen Spezialkommission folglich, auf die Vorlage zur Salle Modulable, die der Grosse Stadtrat am 29. September behandeln soll, nicht einzutreten. Es geht dabei unter anderem um den städtischen Anteil an den Projektierungskosten und das Baurecht für die Salle Modulable.

Initiative neu beurteilen

Zudem soll die Parlamentskommission die Juso-Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» an den Stadtrat zurückweisen. Er wolle das Volksbegehren angesichts der kompletten veränderten Ausgangslage neu beurteilen, schreibt die Stadtregierung.

Der Stadtrat hatte sich im Juli gegen das Volksbegehren ausgesprochen, weil dieses den Bau der Salle Modulable im Inseli-Park verunmöglicht hätte. Die Juso verlangt mit der Initiative, dass das ganze Inseli als Grünfläche genutzt wird und der dortige Car-Parkplatz entfernt wird.

Bei den Initianten zeigt man sich erfreut über diesen Vorschlag. «So können wir uns wieder auf unser Kernanliegen konzentrieren: Die Verlagerung der Carparkplätze aus der Innenstadt», sagt der Stadtluzerner Juso-Präsident Linus Petermann.