Maut am Gotthard - eine alte Idee neu lanciert

Ein allfälliger zweiter Strassentunnel durch den Gotthard soll durch eine Maut finanziert werden. Die Forderung des Luzerner CVP-Nationalrats Leo Müller stösst bei der Alpeninitiative auf Unverständnis.

Gotthard-Strassentunnel

Bildlegende: Wer durch den Gotthard-Strassentunnel will, soll zahlen: Die neu aufgelegte Idee einer Maut stösst auf Kritik. Keystone

Die Idee einer Maut, einer Zahlstelle für jene, die den Gotthard-Strassentunnel benützen wollen, ist nicht neu. Schon der Zuger FDP-Ständerat Joachim Eder hatte diesen Vorschlag ins Parlament gebracht, fand aber keine Mehrheiten in den Räten.

Nun will der Luzerner CVP Nationalrat Leo Müller - selber Tunnel-Befürworter - mitten im Abstimmungskampf um die zweite Strassenröhre durch den Gotthard diese Maut-Idee nochmals lancieren.

Er sei aus der Bevölkerung darauf angesprochen worden, bestätigt er der einen Bericht der «Zentralschweiz am Sonntag». Die Zeit dafür sei nun reif.

Kein Verständnis für dieses Vorpreschen von Müller hat man bei der Alpeninitiative. Die Idee sei nicht durchdacht. Der Gotthard könne nicht als einziges Bauwerk so finanziert werden. Zudem bestehe die Gefahr, dass der Gotthard-Tunnel dann einfach via Pass oder San Bernardino-Route umfahren werde.

Leo Müller will seinen Vorstoss zu Beginn der Frühlingssession einreichen - just einen Tag nach der Gotthard-Abstimmung.