Genossenschaft Migros Luzern Mehr Kunden und mehr Umsatz – doch Mühe im Fitness

Die Genossenschaft Migros Luzern hat im letzten Jahr wieder mehr verdient. Sie konnte bei Umsatz und Gewinn leicht zulegen. Bei den grossen Einkaufszentren und den klassischen Fitnessparks fällt die Bilanz allerdings durchzogen aus.

Migros Luzern in Zahlen

Gewinn
50,5 Millionen Franken (+ 1,4%)
Umsatz gesamt
1,42 Milliarden Franken (0,8%)
Umsatz mit regionalen Produkten
129 Millionen Franken
Einkauf pro Kunde
36,38 Franken (+0,4%)
Ausgaben Kulturprozent
7,6 Millionen Franken
Anzahl Mitarbeitende
6038
Standorte in der Zentralschweiz
128

Während der Detailhandelsmarkt 2016 gesamtschweizerisch um 1,5 Prozent geschrumpft sei, habe Migros Luzern Marktanteile dazu gewonnen. So die Verantwortlichen am Dienstag bei der Präsentation der Zahlen für das vergangene Jahr. Die Migros Luzern zählte 2016 33,6 Millionen Kundinnen und Kunden, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ein Fitnesstrainer trainiert mit einer Kundin an einem Gerät.

Bildlegende: Während die «One Training Center» 2016 zulegen konnten, büssten die klassischen Fitnessparks der Migros an Umsatz ein. zvg / Migros

In den Supermärkten erzielte die Migros mit gut einer Milliarde Franken ein Umsatzplus von gut einem Prozent. Allerdings können nicht alle Zentren positive Zahlen vermelden:

  • Zugerland Steinhausen erzielte mit 222 Millionen Franken Umsatz ein Plus von einem Prozent.
  • Der Länderpark Stans legte um 0,1 Prozent auf 170 Millionen Franken zu.
  • Die Erlöse im Surseepark gingen dagegen um 0,8 Prozent auf 192 Millionen Franken zurück.

Die Fachmärkte für Elektronik, Sport, Garten und Wohnen verzeichneten gesamthaft einen Umsatzrückgang von einem Prozent.

Verdrängungskampf im Fitness-Bereich

Alleine die Migros-Fitnessparks erzielten fast zwei Prozent weniger Umsatz. Gründe dafür gibt es viele, wie Roman Ziegler, Leiter Klubschulen/Freizeit der Migros Luzern, ausführte: «Das hat einerseits mit unseren Abos zu tun. Kundinnen und Kunden geben eher Geld für ein Premium-Abo aus, in dem alles inbegriffen ist.» Entsprechend seien die Umsätze mit Zusatzverkäufen zurückgegangen.

Andererseits herrsche im Fitness-Bereich ein regelrechter Verdrängungskampf. «So drängen beispielsweise ausländische Billiganbieter auf den Schweizer Markt», sagt Roman Ziegler weiter. Da müsse die Migros Luzern künftig mitziehen, also ebenfalls neue, günstige Angebote lancieren.

Und schliesslich müsse die Migros zusammen mit ihrer Tochter «One Training Center» dafür sorgen, dass sie sich nicht selbst zu stark konkurrenziere.