Mehr Steuersünder zeigten sich selber an

849 Personen haben im vergangenen Jahr den Steuerämtern der Zentralschweiz nicht deklarierte Einkünfte oder Vermögen offen gelegt. Dies, damit sie straffrei ausgehen. Im Jahr zuvor waren es 708. Der Anstieg dürfte mit dem drohenden internationalen Informationsaustausch zu tun haben.

Mehr Selbstanzeigen bedeuten aber nicht mehr Steuereinnahmen. Zwar legten mehr Leute Schwarzgeld offen, es handelte sich dabei aber um deutlich kleinere Beträge. Insgesamt lieferten die Steuerhinterzieher letztes Jahr 34,6 Millionen Franken an die Steuerämter ab, im Jahr zuvor waren es noch 23,4 Millionen.

Die aktuellen Zahlen für die Zentralschweiz sind von der Nachrichtenagentur sda zusammengetragen worden und fassen die Angaben aller sechs Zentralschweizer Kantone zusammen.

Koffer mit Geld.

Bildlegende: 2014 wurde mehr Schwarzgeld offen gelegt als im Jahr zuvor. Keystone

Die Möglichkeit der straflosen Selbstanzeige besteht seit 2010. Einmal können Steuerhinterzieher ihre Einkünfte und Vermögen offen legen - sie müssen allerdings die Steuern für die vergangenen zehn Jahre inklusive Verzugszins nachzahlen.