Menschliches Versagen führte zu Seilbahnunglück im Kanton Schwyz

Das Unglück mit einer Transportseilbahn in Innerthal ist auf menschliches Fehlverhalten zurück zu führen. Das teilte die Schwyzer Staatsanwaltschaft mit. Der Unfall anfangs August forderte zwei Todesopfer.

Die abgestürzte Transportkiste wird im steilen Waldgebiet geborgen.

Bildlegende: Bergung der abgestürzten Transportkiste im steilen Waldgebiet zvg

Die Staatsanwaltschaft March ermittelt gegen den 65-jährigen Alpmitarbeiter, der die Bahn bediente, sowie seinen 35-jährigen Arbeitgeber wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung. Die Seilbahn war nicht für den Personentransport zugelassen.

Aufgrund der Situation und der Befragungen aller Beteiligten führte der Bahnbetreiber eine Fehlbedienung aus. «Dies hatte zur Folge, dass die Transportkiste immer schneller zu Tal fuhr, bis sie entgleiste und nach der Kollision mit einem Seilbahnmasten ins steile Waldgebiet abstürzte», sagte Florian Grossmann, Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei im Regionaljournal.

Die Transportseilbahn fuhr am 3. August mit einer Familie an Bord kurz nach Mittag von der Alp Bärlaui auf etwa 1000 Metern über Meer talwärts zum Wägitalersee. Nach rund 900 Metern stürzte die Transportkiste ab. Die 31-jährige Frau und ihr 38-jähriger Ehemann verloren beim Unfall ihr Leben. Ihre einjährige Tochter überlebte schwer verletzt.