Mit Ausnahme von Zug sagt Zentralschweiz Ja zur SVP-Initiative

Luzern, Obwalden, Nidwalden, Uri und Schwyz haben der Masseneinwanderungs-Initiative mehr oder weniger deutlich zugestimmt. Nur der Kanton Zug lehnte das Begehren ab - hauchdünn mit 50,06 Prozent Nein-Stimmen. Am Sonntagabend kam es in der Stadt Luzern zu einer spontanen Demonstration.

Holzhaus mit Plakat zur Masseneinwanderungs-Initiative

Bildlegende: Fünf von sechs Zentralschweizer Kantonen haben die SVP-Initiative unterstützt. Keystone

Im Wirtschaftskanton Zug ist das Nein zur SVP-Initiative mit einer Differenz von 50 Stimmen äusserst knapp ausgefallen. Deutlicher sind die Ergebnisse in den anderen Zentralschweizer Kantonen. Luzern, Obwalden, Nidwalden, Uri und Schwyz haben die Initiative gegen die Masseneinwanderung gutgeheissen.

Mit 63 Prozent Ja-Stimmen fiel das Resultat am deutlichsten im Kanton Schwyz aus. «Schwyz ist gegenüber Europa traditionell sehr kritisch eingestellt. Das Ergebnis überrascht mich nicht», sagt der Schwyzer SVP-Regierungsrat André Rüegsegger.

Die Schwyzer Regierung hatte sich im Vorfeld nicht gegen die Masseneinwanderungs-Initiative gestellt. «Persönlich freut mich die Annahme der Initiative», erklärt Rüegsegger weiter.

Die Initiative der SVP wurde vom Schweizer Stimmvolk mit 50,3 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Rund 300 vorwiegend jugendliche Menschen demonstrierten am Sonntagabend in Luzern spontan gegen die Annahme der Initiative.

Sie trugen Tansparente mit der Aufschrift «Wir schämen uns» und bewegten sich mit Sprechchören durch die Innenstadt. Die Luzerner Polizei bewilligte die Veranstaltung kurzfristig und begleitete sie. Dabei sei alles ruhig verlaufen.