«Mit der neuen Gondelbahn fahren wir in ein neues Zeitalter»

Rund 60 Millionen Franken haben die Titlis-Bergbahnen in die neue Achtergondelbahn investiert. Diese fährt über Trübsee bis auf die Station Stand. Nun erreichen die Gäste den Titlis viel schneller. Die Titlis-Bergbahnen denken bereits über die nächsten Investitionen nach.

Kabinen einer Gondelbahn fahren an schneebedeckter Tanne vorbei.

Bildlegende: Die neue Achtergondelbahn führt von Engelberg über Trübsee bis Stand. zvg

Nun dauert die Fahrt von Engelberg bis auf den Stand nur noch 16 Minuten. Bisher waren es mit Umsteigen 40 Minuten. Die alte Anlage ist seit 1984 in Betrieb und die Betriebsbewilligung ist ausgelaufen.

Mit der neuen Bahn wird die Kapazität deutlich erhöht. 2475 Personen werden pro Stunde transportiert, das sind rund 1000 Leute mehr als bisher. Der Bau dauerte rund 20 Monate. «Mit der neuen Gondelbahn gehen wir in ein neues Zeitalter», sagt Peter Reinle, Marketingleiter der Titlis-Bergbahnen gegenüber Radio SRF.

«Die grösste Herausforderung war, dass wir am Titlis Vollbetrieb hatten während der Bauarbeiten», so Reinle. Neben dem normalen Tagesgeschäft musste das komplette Material auf den Berg transportiert werden. «Für unsere Mitarbeiter war dies zeitweise eine extreme Belastung.»

Ursprünglich sollte die neue Gondelbahn bereits im November eröffnet werden. Nun ist es zu einer Verzögerung gekommen. «Bei der Einfahrt Trübsee war der Fels viel härter als angenommen und die Sprengarbeiten dauerten länger», begründet Peter Reinle. Zudem sei der Bausommer im Jahr 2014 schlecht gewesen.

Gondelbahn oberhalb von Engelberg.

Bildlegende: Rund 60 Millionen Franken investierten die Titlis-Bergbahnen in die neue Gondelbahn. zvg

Bei den Titlis-Bergbahnen gibt es bereits Pläne für die nächsten Investitionen. «Wenn wir in die Zukunft blicken, werden wir sicher die Beschneiung der Gletscherpiste anpacken.» Auch die Renovation der Bergstation auf dem Titlis stehe auf der Agenda. «Das Gebäude ist mittlerweile 50-jährig und wir müssen dort sicher mehr Platz schaffen», so Peter Reinle.