Mit «Peer Gynt» gegen die Luzerner Sparpläne

Das Luzerner Sinfonieorchester hat am Samstag in Luzern mit einem unangekündigten Konzert auf der Rathaustreppe gegen die Sparpläne der Kantonsregierung protestiert. Das Orchester soll ab 2018 eine halbe Million Franken weniger Subventionen erhalten.

Musikerinnen und Musiker

Bildlegende: Musikerinnen und Musiker des LSO beim Kurzkonzert auf der Rathaustreppe. SRF/Mirjam Breu

Das Luzerner Sinfonie Orchester (LSO) könne eine weitere Reduktion der staatlichen Beiträge nicht verkraften, sagte Intendant Numa Bischof Ullmann am Samstag nach der zehnminütigen musikalischen Kundgebung . Die Kürzung sei wohl das Ende des ältesten Sinfonieorchesters der Schweiz.

Mit einer Verkleinerung würde das rund 70 Stellen umfassende Orchester auseinanderfallen. Dieses wäre für junge, internationale Künstler nicht mehr attraktiv.
Das Orchester mit einem Aufwand von rund 14 Millionen Franken pro Jahr erzielt je 3,5 Millionen Franken Einnahmen aus privaten Beiträgen und Tickets. 4 Millionen

stammen vom Engagement beim Luzerner Theater.
Dazu erhält das Orchester öffentliche Subventionen von 3 Millionen Franken. Diese will die Luzerner Kantonsregierung aus Spargründen ab 2018 um eine halbe Million kürzen. Das Kantonsparlament entscheidet im November und Dezember über die Pläne.

Die Protestaktion auf dem Internet