Museen und Hallenbäder profitieren vom schlechten Juliwetter

Freibäder und Wanderwege blieben in diesem Sommerferien grösstenteils leer, das Geschäft läuft harzig. Doch nicht alle sind unglücklich über den nassen Monat Juli: Für Museen, Fitnesscenter oder Hallenbäder ist das Regenwetter gut für das Geschäft.

Grüne Gummistiefel

Bildlegende: Das schlechte Wetter macht den einen zu schaffen - andere profitieren davon. Keystone

«Glücklicherweise haben wir viele Feriengäste auf dem Campingplatz, die ihren Aufenthalt schon länger gebucht haben und nun trotz des schlechten Wetters kommen», sagt Betriebsleiterin Franziska Portmann vom Seefeld Park Sarnen. Aber das Seebad bleibt natürlich grösstenteils leer. Es wird nur von den Camping-Gästen genutzt, welche sowieso freien Eintritt geniessen. Die spontanen Badegäste sind bislang an den meisten Sommerferien-Tagen ausgeblieben.

Besser ist die Sommer-Bilanz für Indoor-Freizeitangebote. Dorothea Hintermann vom Museum für Urgeschichte in Zug meint jedoch: «Für das Geschäft ist dieser nasse Sommer natürlich gut, wir haben spürbar mehr Gäste. Privat hätte ich allerdings auch lieber Sonne.»

Es ist ein Frust!

Ein lachendes und ein weinendes Auge hat auch Bruno Arnold vom Schwimmbad Altdorf. Er bietet ein Hallenbad und ein Freibad an: «Die Geschäftszahlen stimmen für uns unter dem Strich - es gibt halt einfach mehr Eintritte für das Hallenbad als für das Freibad.» Trotzdem sei die Situation frustrierend, da ein Freibad einen grossen Aufwand bedeute und das Personal jeweils sehr flexibel sein müsse.

Der Sommer sollte in den nächsten Tagen aber langsam zum Vorschein kommen: Laut SRF Meteo sollte es im Verlaufe des Donnerstags in der ganzen Zentralschweiz trocken und sonnig werden.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr