Nach 20 Amtsjahren: Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung tritt ab

Der Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung stellt sich am 20. März 2016 nicht mehr zur Wahl. Der CVP-Politiker ist das amtsälteste Mitglied der siebenköpfigen Kantonsregierung. Mit seinem Rücktritt ist der Wahlkampf lanciert.

Kurt Zibung lächelt in die Kamera.

Bildlegende: Nach zwanzig Jahren Regierungsrat ist fertig: Kurt Zibung tritt nicht mehr zur Wahl an. Keystone

Kurt Zibung wurde 1996 in den Schwyzer Regierungsrat gewählt. Nach dem Erziehungsdepartement übernahm er das Ressort Volkswirtschaft. Am Ende der Legislatur im Juni 2016 wird Kurt Zibung das Pensionsalter erreicht haben: «Deshalb habe ich entschieden, nach 20 Jahren zurückzutreten.» Bis zu seinem Amtsende im kommenden Sommer wird Zibung allerdings noch einiges zu tun haben. «An vorderster Front steht sicher die Asylthematik. Es gibt bestimmt Lösungen, die auf der Hand liegen. Diese sind aber nicht konfliktfrei umzusetzten.»

CVP liebäugelt mit Angriff auf SVP-Sitz

Kurt Zibungs Partei, die CVP, macht sich nun bereits Gedanken über den Wahlkampf. Sie will ihren zweiten Sitz, neben demjenigen von Regierungsrat Othmar Reichmuth, auf jeden Fall verteidigen. Es sei aber auch durchaus möglich, dass die CVP mit drei Kandidaten ins Rennen steige, sagt Fraktionschef Adrian Dummermuth.

Dies wäre dann ein Angriff auf die SVP. Denn auch bei der stärksten Schwyzer Partei wird ein Sitz frei: Bereits im August hatte Bildungsdirektor Walter Stählin seinen Rücktritt auf Ende Legislatur bekanntgegeben. Die restlichen fünf Regierungsräte dürften wieder zur Wahl antreten. Der Wahlkampf wird sich also voraussichtlich um die beiden frei werdenden Sitze der CVP und der SVP drehen. Die Schwyzer Regierungsratswahlen sind am 20. März 2016.