Nach Kritik: SBB will doch neues Restaurant im Luzerner Bahnhof

Ende April beginnt der Umbau des Luzerner Bahnhofs. Die SBB investiert während eines Jahres ingesamt rund acht Millionen Franken. Dass die traditionellen Gastro-Betriebe im 1. Stock ebenfalls betroffen sind, löste grosse Kritik aus. An einem Podium gab die SBB nun aber Entwarnung.

Schwarzweiss-Bild aus dem Jahr 1987. Menschen stehen im Bahnhof Luzern.

Bildlegende: So sah's im Luzerner Bahnhof vor bald 30 Jahren aus: Der Stehimbiss, aufgenommen am 7. August 1987. Keystone

Rund 100 Personen besuchten die Podiumsdiskussion im ersten Obergeschoss des Luzerner Bahnhofs. Eingeladen hatte die Zentralschweizer Sektion des Vereins Pro Bahn, der sich für die Interessen der Bahnkunden stark macht. Es diskutierten Zentralbahn-Chef Renato Fasciati, Markus Streckeisen von SBB Immobilien, Kurt Schreiber, der Präsident von Pro Bahn Schweiz, sowie der Luzerner FDP-Ständerat Georges Theiler.

Kritisierte Pläne

Im Zentrum der Diskussionen standen die Hauptveränderungen, welche die SBB im Bahnhof Luzern plant: Einerseits werden sämtliche Schalter vom Untergeschoss in den 1. Stock transferiert. Den dadurch frei werdenden Platz im Untergeschoss übernehmen Verkaufsläden. Noch unklar ist, welche.

Besonders kritisiert wurde allerdings eine dritte Veränderung. Nämlich, dass die traditionellen Gastronomie-Betriebe im 1. Stock eingestellt werden. Kritiker monierten, damit gehe ein Stück Identität des Luzerner Bahnhofs verloren. SBB-Vertreter Markus Streckeisen gab am Podium allerdings Entwarnung: «Wir planen ein neues Restaurant mit 120 Sitzplätzen und Blick auf die Geleise, wie das heute der Fall ist. Die Eröffnung ist für den Sommer 2015 geplant.» Die Vertreter von Pro Bahn Zentralschweiz zeigten sich zufrieden mit der Lösung.