Nach Ruder-Gold: Clubs rechnen mit mehr Nachwuchs

Nach der Goldmedaille der Ruderer des Leichtgewichtsvierers an den Olympischen Spielen in Rio schauen die Verantwortlichen der Ruderclubs in die Zukunft. Vor allem das Interesse der Jungen soll durch das Vorbild der Profis geweckt werden.

Die vier Ruderer am Jubeln.

Bildlegende: Freudentaumel nach dem Olympia-Sieg: Lucas Tramèr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr (von links). Keystone

Ein Blick auf andere Sportarten zeigt, Spitzenleistungen von Einzelathleten können einen Boom der ganzen Sportart auslösen. Beispiele sind Dario Cologna im Langlauf oder Roger Federer und Martina Hinggis im Tennis.

Vor allem bei Randsportarten können solche Vorbilder wichtig sein, um junge Mädchen und Knaben für eine Sportart zu begeistern, sagt Annemarie Lüthy, Präsidentin des Seeclubs Sursee, dem Stammclub von Ruderer Simon Schürch.

«Es braucht eine gewisse Breite, damit bei den Jungen eine Konkurrenzsituation entsteht und der Ehrgeiz angestachelt wird. Wie eine Nadel im Heuhaufen findet sich dann vielleicht wieder ein Goldjunge.»

Moritz Rogger, der Präsident des Seeclubs Luzern (Mario Gyr's Club), geht davon aus, dass seine Sportart und auch sein Club vom Erfolg der Ruderer in Rio profitieren können. Gerade in der Ruderhochburg Zentralschweiz mit dem Rotsee in Luzern und dem Leistungszentrum in Sarnen laufe es bereits vielen sehr gut. Auch er hofft jedoch auf Rudernachwuchs in seinem Club.