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Nationalbank-Rekord-Gewinn Die Kantone erhalten mehr Geld als erwartet

In Obwalden bereits eingeplant, in den andern Kantonen eine erfreuliche Überraschung: Geld aus dem Nationalbankgewinn.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verteilt nach ihrem Rekordgewinn im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Franken an die Kantone. Dass man in den Genuss der Vollausschüttung kommen würde, damit hatte in der Zentralschweiz beim der Budgetierung einzig der Kanton Obwalden gerechnet.

Unerwartet hoher Gewinn

Die Rechnung ist einfach: Pro Einwohner kann jeder Kanton mit knapp 160 Franken aus diesem Gewinn rechnen. Dabei wird als Grundlage die Bevölkerungszahl von 2016 genommen. Weil der Gewinn so hoch ausfällt, bekommen die Kanton mehr Geld als sie erwartet haben.

Der grösste Kanton der Zentralschweiz, der Kanton Luzern, erhält 64 Millionen Franken. Das ist doppelt so viel wie im Voranschlag eingeplant wurde. Die zusätzlichen Millionen entlasten den im Staatshaushalt einkalkulierten Fehlbetrag von 43 Millionen Franken.

Nicht alle Kanton rechneten mit dem grossen Zustupf

Allerdings will der Luzerner Finanzdirektor das zusätzliche Geld nicht für zusätzliche Aufgaben ausgeben. Das Geld soll dem Ausgleichskonto der Schuldenbremse gutgeschrieben werden, wie er der Nachrichtenagentur sda sagte. Das ermögliche dem Kanton, bestehende Risiken für die Jahre 2020 abzudecken.

Auch die Kantone Schwyz, Nidwalden und Uri haben in ihren Budgets nur halb so viel Geld aus dem Nationalbank-Gewinn eingeplant. Schwyz bekommt 24, Nidwalden 7, und Uri bekommt knapp 6 Millionen Franken.

Schon bei der Finanzplanung optimistischer waren die Kantone Obwalden und Zug. Obwalden erhält 6 Millionen, soviel wie im Budget vorgesehen war. Der Kanton Zug rechnete mit 17 Millionen und erhält nun 20.

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