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Nein zu Standesinitiative Zuger Kantonsrat will Krankenkassen-Obligatorium nicht kippen

Das Krankenkassen-Obligatorium soll nicht in Frage gestellt werden. Man wolle keine Zweiklassen-Medizin hiess es im Rat.

Männer und zwei Frauen in einem Ratssaal beim Abstimmen mit Hand erheben.
Legende: Mit 45:20 Stimmen lehnte der Zuger Kantonsrat den SVP-Vorstoss ab. Keystone (Archivbild)

Das Krankenkassen-Obligatorium soll nicht in Frage gestellt werden. Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag entschieden, keine Standesinitiative für die Aufhebung des Obligatoriums nach Bern zu schicken. Der Rat lehnte eine entsprechende SVP-Motion mit 45 zu 20 Stimmen ab.

Der SVP-Sprecher begründete den Vorstoss damit, dass die Kosten für die Krankenkassen ständig nur nach oben gehen. Für viele Bürger sei die Prämie eine echte Belastung, und am Schluss zahle der Staat für jene, die es nicht selber könnten. «Wir sollten eine grundsätzliche Reform anstossen», sagte Philip C. Brunner.

«Zutiefst unsolidarisch»

Die anderen Fraktionen bezeichneten den SVP-Vorstoss als «zutiefst unsolidarisch». Ohne Rücksicht auf Verluste würde so ein Pfeiler der Solidarität gekappt, sagte CVP-Kantonsrätin Anna Bieri. Das würde zu einer Zweiklassenmedizin führen, man müsse ja nur einen Blick in jene Länder werfen, die kein Obligatorium hätten.

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