«Neubad» weiterhin mit massiven Geldsorgen

Seit September 2013 wird das ehemalige Stadtluzerner Hallenbad als Kulturhaus zwischengenutzt. Die Betreiber plagen massive Geldsorgen, der Betrieb kann aber vorerst weitergeführt werden. Um den Betrieb zu sichern, werden aber zusätzlich 150'000 Franken pro Jahr benötigt.

Blick in das Neubad, das ehemalige Hallenbad Luzern.

Bildlegende: Trotz massiven Geldsorgen kann der Betrieb im Neubad vorerst weitergeführt werden. SRF

Das ehemalige Hallenbad der Stadt Luzern wird seit September 2013 vom Verein Netzwerk Neubad als Kulturhaus zwischengenutzt. Rund 50'000 Besucherinnen und Besucher zählte man im ersten Jahr. Das Konzept gehe bei einem Umsatz von jährlich 1,1 Millionen Franken auf. Jedoch hat man nicht mit den hohen Investitionen im Bereich Brandschutz und Bau sowie den Mehrkosten gerechnet, welche durch den schlechten Zustand des Gebäudes angefallen sind.

Verzweifelte Suche nach Sponsoren

Wie der Verein Netzwerk Neubad am Mittwoch an einer Medienorientierung mitteilte, sei in das Neubad bis anhin kein Geld der öffentlichen Hand geflossen. Das werde auch für 2015 so bleiben, denn mündlich in Aussicht gestellte Beiträge aus dem Lotteriefonds des Kantons seien völlig überraschend nicht gesprochen worden, sagt Co-Präsident Aurel Jörg.

Aus diesem Grund startete man im Dezember einen Spendenaufruf, dank welchem der Betrieb vorerst weitergeführt wird. Um den Betrieb zu sichern, benötige man aber zusätzlich 150'000 Franken pro Jahr. Hier will das Neubad künftig nebst privaten Gönnern auch auf kommerzielle Sponsoren setzen. Falls das Geld nicht aufgetrieben werden kann, müsse man sich Massnahmen überlegen. Allenfalls würde das Bistro geschlossen oder der Betrieb ganz eingestellt, sagt Jörg.