Neue Kantonsschule für Cham geplant

Der Zuger Regierungsrat will Cham als weiteren Mittelschulstandort in den Richtplan aufnehmen. Verzichten will er dagegen auf die Zusammenlegung der Wirtschaftsmittelschule und der Fachmittelschule in einem Neubau an der Hofstrasse in Zug. Die neue Kanti in Cham soll 2025 für 30 Klassen bereit sein.

Die Wiese im Gebiet Röhrliberg, wo ab 2025 die neue Kanti in Cham stehen soll.

Bildlegende: Auf der Wiese im Gebiet «Röhrliberg» in Cham soll ab 2025 eine neue Kanti mit Platz für rund 30 Klassen stehen. SRF

Der Regierungsrat hat beschlossen, den Standort Cham neu in seine Mittelschulplanung aufzunehmen und die nötigen Voraussetzungen für den Bau eines Langzeitgymnasiums zu schaffen. Er folgt damit der Empfehlung der Arbeitsgruppe, die sich im vergangenen Jahr mit der Mittelschulplanung befasst hatte.

«Mit dem Langzeitgymnasium im Röhrliberg in Cham soll die Kantonsschule am Lüssiweg in Zug entlastet werden, so dass dort auf grössere Erweiterungsbauten verzichtet werden kann», sagt der Zuger Bildungsdirektor Stefan Schleiss. Wie vorgesehen weitergeführt werden soll die Planung für die Erweiterung des Kurz- und Langzeitgymnasiums in Menzingen.

Nicht folgen will der Regierungsrat der Empfehlung bezüglich Wirtschafts- und Fachmittelschule. Die Arbeitsgruppe hatte vorgeschlagen, diese beiden Schulen an der Hofstrasse in Zug zusammenzulegen und auf dem Theilerareal ein zusätzliches Schulgebäude zu erstellen. Aus Kostengründen plädiere der Regierungsrat für den Verzicht auf den Neubau, sagt Baudirektor Heinz Tännler. Damit könnten 50 bis 80 Millionen Franken gespart werden.

Gesamtinvestitionen von 260 Millionen Franken
Die Gesamtkosten für die Umsetzung des neuen Standortkonzeptes mit neu vier Mittelschulstandorten beziffert der Regierungsrat auf 260 Millionen Franken. Die grössten Posten sind dabei die Planung und Realisierung des Neubaus in Cham mit rund 124 Millionen Franken und des Erweiterungsbaus in Menzingen mit 14 Millionen Franken für Provisorien und rund 5 Millionen Franken für eine Zusatzturnhalle.

Damit das Konzept umgesetzt werden kann, braucht es zum einen zwei Anpassungen im kantonalen Richtplan sowie eine Anpassung des Zonenplanes der Gemeinde Cham. Erst wenn diese planungsrechtlichen Anpassungen rechtskräftig vollzogen seien, könne mit der Projektierung des Neubaus im Ennetsee begonnen werden. Wieder aufgenommen werden können die vorübergehend sistierten Planungen für die Erweiterungsbauten in Menzingen sowie für die Zusatzturnhalle und Provisorien der Kantonsschule Zug. Die Objektkredite werden dem Kantonsrat noch vor dem Sommer vorgelegt.