Neue Ombudsfrau der Stadt Luzern ist gefordert

Seit Anfang 2014 hat Luzern eine Ombudsfrau. In ihrem ersten Jahr musste Lucia Schnider Stulz 70 Fälle bearbeiten. Die Anliegen und Kritiken der Bürger betrafen vor allem die Sozialdirektion sowie den Bereich Umwelt, Verkehr und Sicherheit.

Die Ombudsfrau der Stadt Luzern, Lucia Schnider Stulz.

Bildlegende: Ombudsfrau Lucia Schnider Stulz musste fast doppelt so viele Fälle bearbeiten wie angenommen. zvg

Von den 70 eingegangen Fällen konnten letztes Jahr 60 erledigt werden. «Dazu kamen 154 Anfragen, die mit weniger Aufwand bearbeitet werden konnten», sagt Ombudsfrau Lucia Schnider Stulz.

Laut ihrem Jahresbericht betrafen 25 Fälle die Sozialdirektion. Dabei kritisierten Bürger etwa das Vorgehen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde oder lehnten eine Beistandsperson oder den zuständigen Sozialarbeiter ab.

Zur Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit gab es 20 Fälle. Beispielsweise waren Anwohner nicht einverstanden mit der Bewilligung einer Veranstaltung oder hielten die Signalisation von Bauarbeiten für ungenügend.

Probleme am Arbeitsplatz

In elf Fällen beschäftigte sich die Ombudsfrau mit Personalangelegenheiten innerhalb der Verwaltung. Dazu zählten etwa Probleme mit Vorgesetzten, der Lohntransparenz oder der Gesundheit am Arbeitsplatz.

Auch anonyme Meldestelle

Ombudsfrau Lucia Schnider Stulz arbeitet im 30-Prozent-Pensum. Die Luzernerin führte unter anderem rund zehn Jahre lang ein eigenes Anwalts- und Mediationsbüro. Die Ombudsstelle ist auch Meldestelle für Missstände (Whistleblowing). Städtische Angestellte können sich an die Ombudsstelle wenden, wenn sie bei der Arbeit auf Missstände stossen.