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Neue Ombudsstelle Spital Lachen reagiert auf Hetzbrief

  • Das Spital Lachen kriegt eine externe Anlaufstelle für frustriertes Personal. Dies bestätigt die Direktion gegenüber Radio SRF.
  • Die Spitalleitung reagiert damit auf einen Vorfall von Anfang März.
  • In einem anonymen Brief, der an externe Personen gelangte, wurde ein Kaderarzt rufschädigend angegriffen.

Der Verdacht liegt nahe, dass jemand vom Spitalpersonal für den Hetzbrief verantwortlich ist. Er war auf offizielles Briefpapier des Spital gedruckt. Deshalb habe sich die Spitalleitung entschieden, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine externe Anlaufstelle zu errichten, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, sagt die Direktorin Evelyne Reich.

«Jemand sah offensichtlich keine andere Möglichkeit, als sich mit illegalen Mitteln Gehör zu verschaffen», so Reich, «dies darf nicht mehr passieren». Wenn Mitarbeitende Probleme hätten, die sie nicht mit den direkten Vorgesetzten oder der Geschäftsleitung besprechen wollen, könnten sie sich künftig an die Ombudsstelle wenden, sagt die Spitaldirektorin.

Rufschädigende Vorwürfe

«Die Stimmung bei den Mitarbeitern nehme ich eigentlich als gut wahr », so Evelyn Reich, «viele sind natürlich erschrocken und wollen mit dieser Geschichte gar nichts zu tun haben». Der geplanten Anlaufstelle stünden sie jedoch positiv gegenüber. «Wann die Ombudsstelle genau öffnet, das wissen wir noch nicht», sagt Reich. Sie rechne jedoch damit, dass dies irgendwann im April der Fall sein werde.

Was genau im anonymen Brief stand, dazu könne man nach wie vor keine Angaben machen. Er enthalte jedoch schwerwiegende und rufschädigende Vorwürfe gegenüber einem Kaderarzt des Spitals und sei ausserdem fremdenfeindlich. Zudem wurde der Brief zusammen mit schützenswertem Material verschickt.

Bereits vor zwei Wochen vermeldete die Spitalleitung, dass sie wegen dem Brief mehrere Anzeigen gegen Unbekannt eingereicht hat. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.

Nicht zum ersten Mal

Das Spital Lachen war schon mal das Ziel anonymer Vorwürfe. In den Jahren 2014 und 2015 erhielten Medien und Parlamentarier ein Schreiben, in dem von Mobbing und einem Klima der Angst die Rede war.

Während dieser Zeit wurde das Spital umstrukturiert. Vor allem in der Organisation des Kaders gab es Veränderungen. Die Spitalleitung wies die anonymen Anschuldigungen entschieden von sich.

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