Neue Regeln für das Bauen in Luzern

Das Luzerner Stadtparlament hat die neue Bau- und Zonenordnung verabschiedet. Umstritten waren die Tourismuszone und die Hochhausstandorte. Über die Hochhäuser in der Seeburg und im Steghof wird das Volk gesondert abstimmen können.

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Hotels statt Luxuswohnungen

3:49 min, aus Schweiz aktuell vom 17.1.2013

Blick auf die Seeburg vom See her mit Hochhaus-Modell.

Bildlegende: Vorerst nur eine Bildmontage: Das Hochhaus beim Hotel Seeburg soll bis zu 40 Meter hoch werden. zvg

Zum Anfang der Debatte am Donnerstag gaben die Parteien ihre grundsätzlichen Haltungen bekannt. Sie begrüssten das Bemühen, künftig verdichteter zu bauen. Dies erlaube es, die grünen Flächen zu bewahren. Auch dass die neuen Regelungen übersichtlicher und einfacher sind,  befürworten die Parteien.

Umstrittener Hotel-Schutz

Angenommen wurde im Parlament die Tourismuszone – sie hat zum Ziel, die grossen Traditionshotels wie Schweizerhof, Palace oder Montana zu schützen. Die Umwandlung von Hotelzimmern in Wohnungen soll nurmehr in Ausnahmefällen erlaubt sein.

Für die SVP und Teile der FDP war dies ein zu grosser Eingriff in die Freiheit der Hotelbesitzer. Die Mehrheit der anderen Parteien hingegen vertrat die Meinung, dass der touristische Wert dieser Hotels möglichst erhalten bleiben muss.

 Hochhausstandorte vors Volk

Ebenfalls umstritten waren die Standorte für Hochhäuser. Zwar wollen alle Parteien höheres Bauen erlauben. Die SP aber wehrte sich gegen ein Hochhaus beim Hotel Seeburg – dieses verschandle die Landschaft.

Die anderen Parteien hingegen waren dafür. Das Hochhaus sei notwendig, damit das Hotel Seeburg wirtschaftlich überleben könne.

Das letzte Wort hat nun das Volk. Bei der Abstimmung im Sommer gibt es eine Aufteilung. Einerseits werden die Luzerner über die neue Bau- und Zonenordnung abstimmen. Andererseits aber gibt es gesonderte Zusatzfragen zu den Hochhausstandorten.