Zum Inhalt springen

Neue Tarife und Kategorien Familien zahlen jetzt mehr fürs Luzerner Verkehrshaus

Ein Knabe sitzt im Verkehrshaus Luzern auf einem Mini-Trolleybus.
Legende: Neu kostet jedes Kind einzeln. Bisher konnten Eltern ihre Kinder mit dem Familienticket mit ins Museum nehmen. Thomas Delley

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern hat per Jahresbeginn das System der Eintrittspreise angepasst. Neu gibt es kein Familienticket mehr. Es hatte 65 Franken für zwei Erwachsene mit eigenen Kindern gekostet.

Das Verkehrshaus hatte hier laut eigenen Angaben einerseits mit Missbrauch zu kämpfen gehabt. Anderseits habe die Handhabung der Familiendefinition zu längeren Verkaufsgesprächen und Warteschlangen geführt. So seien in den letzten Jahren vermehrt Patchwork- und Regenbogenfamilien entstanden.

Familien zahlen mehr

Mit der Abschaffung werden nun auch Alleinerziehende nicht mehr benachteiligt. Aber: «Für die klassische Familie wird es klar teurer», sagte Marketing- und Verkaufsleiter André Küttel auf Anfrage.

Neu gilt für jede Person ein fixer Eintrittspreis. Günstiger wird es für Kinder und Studierende, was sich auch auf Klassenbesuche auswirkt.

Ein neuer Tagespass ermöglicht zudem den Eintritt in sämtliche Bereiche des Verkehrshauses – das sind neben dem Museum das Planetarium, das Filmtheater, das Swiss Chocolate Adventure und die Media World.

Weniger Bundesgelder sind nicht Anstoss für neue Ticketpreise

Das Museum erhält in den nächsten Jahren insgesamt 200'000 Franken weniger Subventionsgelder vom Bund. Mit den neuen Ticketpreisen gehe es aber nicht darum, diese Ausfälle zu kompensieren, sagt Küttel: «Das Geld der öffentlichen Hand wenden wir ausschliesslich für den Unterhalt und die Beschaffung von Museumsobjekten auf – und nicht wirklich für den Betrieb in Luzern.»

Mit über einer halben Million Eintritten jährlich ist das Verkehrshaus das beliebteste Museum des Landes.

Die neuen Preise

Kategorie
Museum
TagespassAttraktionen
Erwachsen
32.-56.-16.-
Student (unter 26)
22.-39.-12.-
Kind (unter 16)
12.-22.-7.-
Kleinkind (unter 6)
gratis11.-7.-

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Berner (Markus Berner)
    Der Bund muss sparen, damit er die Steuergeschenke an die Reichen bezahlen kann - und die klassische Familie bezahlts.. Wen wunderts, bei diesem rechts-bürgerlichen Parlament...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adi Canta (youngfamily)
    als kind war das verkehrsmuseum mein lieblingsmuseum, jetzt wo ich selber kinder habe (allerdings noch zu klein fürs museum) würde ich es gerne wieder besuchen. doch diese nachricht nimmt mir etwas die lust. und macht mich (wieder ein mal) nachdenklich. warum benachteiligt man in der reichen schweiz familien so oft? abbau hier, verteuerung dort. auch die sbb scheint im neuen doppelstockzüg den beliebten familienwagen weggespart zu haben -wenigstens habe ich ihn bisher nicht gesehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Wenn die Kinder schon mal auf der Welt sind, haben Sie quasi keine Wahl mehr. Das ist die Realität. Erpressungspolitik beherrscht die Landschaft und setzt bei leichter Beute an. Was die beliebten Familienwagen anbelangt, so bin ich mit dem "Verschwinden" einverstanden. Irgendwann mal müssen sich Eltern entscheiden, ob sie ihre Kids zum Spielplatz oder zur Bahnfahrt bringen wollen. Beides zusammen geht nicht. Insb. nicht, wenn die Passagiere sonst kaum noch Sitzplätze haben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stephanie Hunziker (St. Hunziker)
    Also den Verkehrsstaus werde Ichsucht mehr besuchen. War eine riesige Enttäuschung: dass ist mehr ein Museum der Unterhaltung. Hier kann man den Kindern gar nichts mehr zeigen. Reine Beschäftigung für die Kinder. Sie müssen die wohl deshalb erhöhen, da immer weniger den Unterhaltungswert/beschäftigungsmuseum Besuchen. P.S aud der Homepage gibt es nicht einmal eine E-Mail Adresse wo man sich beschweren kann. Die wissen schon warum!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen