Neue Wege für Minergie-Bauten aus Schötz

Der Holzhaus-Bauer Renggli im Luzerner Hinterland gehört zu den Pionieren beim Bau von Häusern, die möglichst wenig Energie verbrauchen. Seine neuste Entwicklung ist ein Minergie-Modul-Haus, das in der Werkhalle fixfertig vorproduziert wird. Ob dieses Konzept aufgeht, wird der Markt zeigen.

Montage eines Minergie-Modulhauses

Bildlegende: Renggli will mit einem Minergie-Modulhaus fixfertige Häuser in der Werkstatt vorfabrizieren. zvg

Der Schötzer Holzbauer Max Renggli setzt seit einigen Jahren bei seinen Häusern auf Minergie, produziert Häuser im Elementbau und gilt in der Branche als Pionier. Diese Strategie hat er nun weiter getrieben und einen Haus-Typen entwickelt, der auf Modulen basiert und in der Werkhalle innen und aussen fixfertig produziert wird.

Damit wolle er neuen Wohnkonzepten und Raumbedürfnissen Rechnung tragen, erklärt Max Renggli im Regionaljournal Zentralschweiz. Fünf Jahre lang haben Teams an diesem Modulhaus herumgetüftelt, nun soll der Markt zeigen, ob die Idee auch auf Interesse stösst.

Minergie nicht unumstritten

Das Ziel der Branche ist es, Häuser zu bauen, die möglichst wenig Energie verbrauchen. Ob Minergie dafür die einzig gültigen Standards sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. «Noch wissen wir nicht, ob die Häuser mit Aussendämmung sich auch langfristig bewähren oder zu zusätzlichen Kosten führen», erklärt Dieter Geissbühler von der Hochschule Luzern. 

Die Diskussion über die verschiedenen Systeme sei am Laufen. Schlussendlich könnten auch verschiedene Wege zum Ziel führen - zu Häusern, die möglichst wenig Energie verbrauchen.