Frauenkloster Eschenbach Nicht nur abwarten und beten

Dank einer neuen Trägerschaft soll das Zisterzienserinnenkloster Eschenbach langfristig erhalten bleiben.

Klosteranlage mit Blumen

Bildlegende: Denkmalgeschützt und mit neuer Trägerschaft: Das Zisterzienserinnenkloster Eschenbach. zvg, Schwester Ruth

Im Frauenkloster Eschenbach leben heute noch acht Schwestern. Die Gemeinschaft ist überaltert, das Durchschnittsalter liegt bei 78 Jahren. Deshalb sollen die Frauen von den Alltagsarbeiten zum Unterhalt der Klosteranlage entlastet werden.

Zu diesem Zweck wurde die Stiftung «Frauenkloster Eschenbach» gegründet. Sie steht unter weltlicher Führung und übernimmt die gesamte Klosteranlage. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung wollte die Klostergemeinschaft nicht einfach «abwarten und beten», heisst es in der Mitteilung des Klosters.

Klosteranlage unter Denkmalschutz

Die Stiftung übernimmt den Betrieb und Unterhalt der Klosteranlage, wie der designierte Stiftungsratspräsident Paul Twerenbold auf Anfrage sagte. «Die Klostergemeinschaft hat hörbar aufgeatmet, als die Lösung bekannt wurde», sagte der frühere Zuger Baudirektor.

Die Schwestern sollen bis zu ihrem Tod im Kloster leben dürfen. Die denkmalgeschützte Klosteranlage soll aber langfristig erhalten bleiben. Im Stiftungszweck ist festgehalten, dass sie auch in Zukunft für religiöse Zwecke verwendet wird.

Das Geld für den Unterhalt der Klosteranlage muss die Stiftung selber beschaffen. Die öffentliche Hand soll nicht belastet werden. Woher das nötige Geld kommen wird, steht aber noch nicht fest.

Eine Möglichkeit sei, eine Bauparzelle zu überbauen, sagte Twerenbold. Der Gründung der Stiftung hat die Schwesterngemeinschaft und das Bistum Basel zugestimmt. Noch ausstehend ist die Zustimmung der zuständigen Instanzen in Rom.