Nidwalden baut Asylunterkunft neben Autobahnanschluss

Die Nidwaldner Regierung hat den Entscheid gefällt, wo die neue Asylunterkunft geplant wird. Der Standort ist beim Autobahnanschluss Stans-Süd, in der Nähe des Werkhofs. Das kantonseigene Grundstück liegt auf Buochser Boden. Wann es die Unterkunft aber tatsächlich braucht, ist offen.

Das Areal Kreuzstrasse liegt im Industriegebiet am Dorfrand von Stans. Das Grundstück – auf dem Gemeindegebiet von Buochs – wird momentan noch als Lagerplatz benutzt von einem Transportunternehmen.

Der Standort sei für eine Unterkunft ideal, sagt der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki: «Das Areal gehört dem Kanton, es ist nicht mitten in einem Dorf und gleichzeitig aber auch nicht abseits, so dass es nicht mehr unter Beobachtung ist.»

Man habe zwar noch andere Möglichkeiten geprüft, aber diese hätten sich alle auf privatem Grund befunden. Noch diesen Monat will die Regierung die Baubewilligung einreichen. Bereit wäre die Unterkunft frühestens im Dezember 2016.

Wann genau die Unterkunft eröffnet wird, da will sich die Regierung noch nicht festlegen. «Wenn uns die kantonseigene Asyl-Task-Force meldet, dass die Plätze knapp werden könnten, werden wir den Bau starten», sagt Hans Wicki. Sollte sich die Lage entspannen und Plätze in der Containersiedlung frei werden, werden Wohnungen aufgelöst und Personen umplatziert.

Es braucht einen Nachtragskredit

Für den Kauf der Containersiedlung hat der Kanton Nidwalden Offerten eingeholt. Von den sieben eingereichten Angeboten sei die Arbeitsgemeinschaft «Nidwaldner Holzbox» die wirtschaftlich günstigste gewesen. Die Arbeitsgemeinschaft sei ein Zusammenschluss von Nidwaldner Waldbesitzern und Holzbauern.

Damit der Kanton die Containersiedlung bauen kann, ist ein Nachtragskredit von 2,2 Millionen Franken nötig. 70 Prozent davon entfallen auf die Unterkunft, der Rest auf Erschliessungsarbeiten.