Nidwalden erhält einen Kantonszahnarzt

Der Kanton Nidwalden soll einen Kantonszahnarzt erhalten. Der Parlament hat am Mittwoch bei der Überarbeitung des Gesundheitsgesetzes in erster Lesung einstimmig der Schaffung der neuen Funktion zugestimmt.

Ein Zahnarzt untersucht die Zähne eines Patienten

Bildlegende: Der Kantonszahnarzt soll das Sozialamt und das Amt für Asyl beraten. Keystone

Das erst 2007 geschaffene Gesundheitsgesetz wird erneut an neue bundesrechtliche Normen angepasst und teilweise vereinfacht. Die Teilrevision war im Parlament unbestritten. Diskussionen gab es praktisch keine.
Eine Neuerung ist die Schaffung einer Stelle als Kantonszahnärztin oder Kantonszahnarzt. Diese soll vor allem das Sozialamt und das Amt für Asyl bei Behandlungsvorschlägen unterstützen. Nidwalden ist einer der wenigen Kantone, in dem die fachliche Aufsicht über den Zahnarztbereich noch beim Kantonsarzt liegt.

Mehr Opferschutz bei sexueller Gewalt

Eine Änderung betrifft auch die Meldepflicht von Gesundheitsfachpersonen. Diese müssen heute melden, wenn sie Hinweise auf ein Verbrechen gegen Leib und Leben, die sexuelle Integrität oder die öffentliche Gesundheit haben. Bei den Verbrechen gegen die sexuelle Integrität soll diese Meldepflicht zum Melderecht abgeschwächt werden. Begründet wird dies mit dem Opferschutz.