Nidwalden startet neuen Versuch zur Festlegung von Flurnamen

Wie lokale Namen richtig geschrieben werden, darüber wurde vor fünf Jahren im Kanton Nidwalden heftig gestritten. Die Namensgebung soll nun von Grund auf neu beurteilt werden, unter anderen gesetzlichen Vorgaben. Und der neue Versuch soll deutlich weniger Staub aufwirbeln, hofft die Regierung.

Wellenberg bei Dallenwil

Bildlegende: Wellenberg oder Welenberg - Nidwalden will die Schreibweise von Flurnamen neu überarbeiten. Keystone

Die Nidwaldner Regierung nimmt einen neuen Anlauf, um die Schreibweise von lokalen Namen zu vereinheitlichen. Sie hatte das Prozedere 2008 nach heftigen Protesten gestoppt. Wie die Baudirektion am Mittwoch mitteilte, geht es aktuell um die Namen in Ennetmoos, Stans, Stansstad und Wolfenschiessen.

Das Nomenklaturverfahren wird nun gemäss den neuen Bundes- und kantonalen Vorschriften neu aufgerollt. Die Nomenklaturkommission wird nur noch Empfehlungen zu Handen der Baudirektion abgeben können. Diese wird dann die Schreibweise festlegen. Die Betroffenen könnten sich gegen die Schreibweise mit Rechtsmitteln wehren, schreibt die Baudirektion.

Zu wenig Fingerspitzengefühl

Der Nomenklaturkommission war vorgeworfen worden, dass sie bei ihrer Arbeit nicht mit genügend Fingerspitzengefühl vorgegangen sei und zu viele Änderungen angestrebt habe.

Eine Vereinheitlichung der Flurnamen ist unter anderem notwendig, um den Bedürfnissen der Nutzer von Internetdiensten und Navigationssystemen gerecht zu werden.