Nidwaldner Regierung krebst zurück: Freie Wahl beim Schuleintritt

Nidwaldner Gemeinden sollen selbst entscheiden, wie sie für die Kinder den Einstieg in die Schule gestalten. Die Regierung unterbreitet dem Landrat eine Gesetzesänderung, die neben dem Kindergarten auch die Grund- und Basisstufe als mögliche Modelle einführt. Das allerdings nicht ganz freiwillig.

Kinder und eine Lehrerin vor der Wandtafel im Schulzimmer.

Bildlegende: Nidwaldner Gemeinden erhalten beim Schuleintritt Wahlfreiheit. Keystone

Der Regierungsrat erfüllt damit einen Auftrag des Parlaments vom vergangenen November. Wie er am Freitag mitteilte, hat sich in der Vernehmlassung die grosse Mehrheit der Gemeinden für die vom Kantonsparlament geforderte Wahlfreiheit ausgesprochen.

Die Regierung wollte eigentlich, dass der Schuleintritt weiterhin über den Kindergarten vollzogen werde. Dieser traditionelle Weg habe sich bewährt. Der Landrat war aber mit 32 zu 20 Stimmen dafür, dass die Gemeinden selbst entscheiden sollten, welches Modell sie für die Schuleingangsstufe wählen. Er wird voraussichtlich am 22. Oktober die Revision des Volksschulgesetzes beraten.

Bei der Grundstufe wird der Kindergarten mit der ersten Klasse zusammengelegt. Bei der Basisstufe verschmelzen die erste Klasse, die zweite Klasse und der Kindergarten zu einer Stufe.