Nidwaldner Sport vs. Nidwaldner Kultur: 1:0

Der Nidwaldner Landrat hat das Lotteriegesetz mit 46 zu 12 Stimmen geändert. Die Unterstützung soll den Athleten helfen, sich auf Grossanlässe vorzubereiten. Der Sportfonds wird aufgestockt. Das Nachsehen hat der Kulturfonds.

Der maximale Förderbeitrag gilt für Athleten von olympischen Sportarten. Für nicht-olympische und paralympische Disziplinen liegt das Maximum bei der Hälfte. Bezahlt wird die Sportförderung aus den Lotteriemitteln.

Der Sportfonds wird zu Lasten des Kulturfonds und der Mittel, über die der Regierungsrat frei verfügen kann, von 450'000 Franken auf 675'000 Franken erhöht.

Das Budget der Kultur wird um einen Achtel gekürzt. Mit den Mitteln des Kulturfonds wird nicht nur die Kulturförderung bezahlt, sondern es werden auch Institutionen, etwa das Nidwaldner Museum, finanziert.

Nidwaldner Skirennfahrer fährt an einer Torstange vorbei.

Bildlegende: Nidwaldner Sportler, wie der Skirennfahrer Reto Schmidiger, erhalten künftig mehr Geld aus dem Lotteriefonds. Keystone

Die SVP fand, dass der Kulturfonds noch immer überdotiert sei, stimmte der Lösung aber trotzdem zu. Anders die Grünen. Die staatliche Unterstützung der Kultur sei wichtig, denn es sei schwierig geworden, private Sponsoren zu finden, sagte der Sprecher der Grünen. Die Kürzung des Kulturfonds werde sich auf das Vereinsleben in Nidwalden auswirken.