Nidwaldner Unternehmen sollen von Kirchensteuer befreit werden

Eine Firma kann keinen Glauben haben, also soll sie auch keine Kirchensteuer bezahlen müssen. So begründet ein überparteiliches Komitee seine Volksinitiative zur Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen.

Blick durch eine Gasse auf die Kirche Stans.

Bildlegende: Nidwaldner Unternehmen sollen keine Kirchensteuer mehr bezahlen müssen: Blick auf die Pfarrkirche Stans. Keystone

Das Komitee setzt sich aus Mitgliedern der Jungfreisinnigen und der Jungen SVP zusammen. Es hat seine Volksinitiative am 1. Mai offiziell lanciert. Die Sammelfrist dauert bis 1. Juli.

Beschränkte Mitbestimmung

Laut dem Komitee gehen 12 Prozent der Steuern, welche Unternehmen zu bezahlen haben, an die Landeskirche Nidwalden. Bei der Verteilung dieser Mittel könnten die Firmen aber nur sehr beschränkt mitbestimmen.

Zudem sei die Kirche angesichts des gut ausgebauten Sozialstaats nicht mehr auf diese Einnahmen angewiesen. Sie solle sich künftig auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, so die Argumentation der Initianten.